Entschuldigungsleistungen der Berliner S-Bahn

Nachdem wir nun seit 19 Monaten mit den Einschränkungen bei der Berliner S-Bahn zu kämpfen haben und in diesem “Winter” wieder extreme Ausfälle zu beklagen waren, hat die Geschäftsführung die “Entschuldigungsleistung” bekannt gegeben: Der Monat November ist für Abo-Kunden und Besitzer von Monatskarten kostenfrei.

Was soll man dazu sagen? Die Monatskartenbesitzer hatten gerade erst den November und Dezember kostenfrei… als Entschuldigung für die vorangegangenen Monate. Parallel dazu haben die S-Bahn und die BVG eine massive Werbekampagne für neue Abo-Kunden gestartet und mit dem kostenlosen Monaten geworben.

Warum kommt der neue kostenlose Monat erst im November? Und warum nur einen Monat, wenn sich die Situation durch den neuen “Winterfahrplan” nicht verbessert, sondern erneut verschlimmert hat?

Meiner Meinung nach ganz klar: Die S-Bahn will nicht, dass Abo-Kunden vorher kündigen und wenn, dann spart sie sich die Zusatzkosten für den Freifahrtmonat…

P.S.: Im Februar sollen Einzelfahrscheine an Wochenenden für zwei Personen gelten.

S(chönwetter)-Bahn in Berlin

[picappgallerysingle id="7487046"]Es ist mal wieder überraschend Winter in Berlin geworden (und auch woanders), und die S-Bahn gerät in ein Chaos. Ich bin leider täglich auf die S-Bahn angewiesen, deren Gleise und Weichen bei 5 cm (50 mm) Neuschnee einfrieren und die in der Folge auf über 40 % ihres Wagenparks verzichten muss.

Ab heute weiß ich wieder, wofür das “S” in S-Bahn steht: Schönwetterbahn.

Nun verkehren die Bahnen nur noch halb so oft. Heute Morgen hörte ich die bahn einfahren und sprintente die Treppe rauf (die Rolltreppe war mal wieder defekt)… oben angekommen schlossen sich bereits die Türen. Das waren 10 Sekunden, von der Einfahrt, bis zur Abfahrt.

Liebe S-Bahn-Führer: Bitte schaut auch mal auf die ganzen Leute, die nur 3 Sekunden länger brauchen, um nicht 10 – 15 Minuten in der Kälte auf dem Bahnsteig zu stehen!

Meine S-Bahn-Story

© AdolfRiess / pixelio.de

© Adolf Riess / pixelio.de

Als ich am Montag Abend beim durchschalten der Fernsehrogramme auf dem RBB landete und Sätze hörte wie: “75 % der S-Bahnen werden ausfallen…” “Ab Mittwoch gilt ein Notfahrplan…”, dachte ich, ich sähe die Tageschau vor 3 Monaten oder eine ähnliche Sendung (Tatsächlich gibt es ja die Tagesschau vor 20 Jahren. Sehr interessant!).

Kaum dass die S-Bahnen wieder einigermaßen regelmäßig fuhren, kommt nun der nächste Hammer der Berliner S-Bahn:

Aufgrund kurzfristig notwendiger sicherheitsrelevanter Überprüfungen bietet die S-Bahn ab Dienstag, 08.09.09 nur einen stark eingeschränkten Fahrplan an. Es werden nicht alle Streckenabschnitte bedient. Bei mehreren Zügen wurden defekte Bremszylinder entdeckt…

Nun saß ich da und überlegte, was ich morgen machen sollte. Mein üblicher Arbeitsweg beginnt mit dem Bus, dann Umstieg in die U-Bahn, rüberflitzen zur S-Bahn und zum krönenden Abschluss noch mal in die Tram. Außer Flugzeug und Taxi nutze ich also täglich alle ÖPNV-Verkehrsmittel :-)

Ich beschloss meine Abfahrtszeit um 20 Minuten vor zu verlegen, dann hätte ich genug Reserve nach hinten raus, um rechtzeitig auf der 35 Kilometer entfernten Arbeitsstelle zu sein … zumindest dachte ich das:

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