Lade Dir den Flash Player um die Diashow zu sehen.

Stichwort: Ernährung

Wie schaffe ich es einen flachen Bauch zu bekommen?

Ich stehe auf und schon geht es los. Der Kleine muss zur Kita, die Wohnung sieht aus wie nach einem Bombenanschlag, die Unterlagen für den Auftrag habe ich gestern Abend nicht mehr geschafft auszudrucken, weil mir die Augen vor Müdigkeit im Stehen zufielen und zu allem Überfluss scheinen die Zeiger der Uhr auch in der Beschleunigungsspur zu laufen.

Den Rest gibt mir dann auch noch der Blick in den Spiegel als ich mir in Eile den Pyjama herunterreiße und das, was man als Bauch bezeichnet, wie eine fröhliche Götterspeise hervorquillt. Was zum Teufel ist los mit mir? Ich esse keinen Deut mehr und meine Mitte sieht aus, als ob ich mir Abend für Abend die Wampe voll haue.

Die Antwort liefern mir jetzt wieder einmal, wie sollte es anders sein, die Experten. US- Forscher haben, so hofft man jetzt, endlich den Zusammenhang zwischen Geldmangel, Beziehungsärger und einem dicken Bauch bestätigt. So, so, denke ich mir, schauen wir mal, denn da könnte was dran sein.

“Übergewicht, so zeigen aktuelle Untersuchungen immer deutlicher, hat sehr viel mehr mit unserem Gefühlsleben zu tun, als Forscher lange dachten. Stress und Frust sind potente Dickmacher. Und umgekehrt gilt: Der richtige Umgang mit ihnen hilft, aus langjährigen Pummeln wieder Schlanke zu machen.”, so heißt es in einem Stern-Artikel. (10)

Cortisol and Your Six-Pack: Part I

YouTube Preview Image

Wir essen nicht mehr als zuvor und haben das Gefühl wir brauchen das Essen nur anzuschauen und nehmen zu? Ja, das Gefühl ist mir sehr bekannt. Die Erläuterungen zu diesem Phänomen liefert die Hormonforschung. Denn durch eine langanhaltende Überproduktion von Cortisol werden der Bauch und Hüften zunehmend fett, Arme und Beine aber schlanker, so heißt es.(1)

“Den deutlichsten Beleg für die Zusammenhänge dafür, dass der aus Angst, Verzweiflung oder Hilflosigkeit erwachsende negative Stress das Taille-Hüfte-Verhältnis erhöht, erbrachte wieder einmal die Zwillingsforschung. Der Zwilling der unter psychosozialem Stress litt, trug bis zu 17 Kilo mehr Bauchfett mit sich herum als der Zwilling, der in befriedigten Verhältnissen lebte.“, schreibt Udo Pollmer in dem Bestseller „Esst endlich normal!“(7)

Unser Körper bereitet sich in den kurzen Momenten der Stressauslösung auf Ereignisse, wie ein unangenehmes Telefongespräch mit dem Partner oder auf den verhassten Gang zum Briefkasten der mit Mahnbescheiden gefüllt ist, vor. Der Organismus beabsichtigt diesen “Gefahren” mit vermehrter Bereitstellung schneller Energie entgegen zu treten. Ein Stresshormon, welches diesen Mechanismus ermöglicht heißt Cortisol.
Cortisol and Your Six-Pack: Part II
YouTube Preview Image

In so manchen Situationen können oder wollen wir aber nicht in Wut geraten. Kämpfen, Schreien, Treten oder einfach Davonlaufen, ist in vielen solchen Momenten nicht angebracht. Wenn uns der Ärger über die Kinder oder die Angst vor dem nächsten Arbeitstag plagen bleiben wir äußerlich „gefasst“, jedoch brodelt es in uns bereits und der Energiespiegel steigt und steigt. Es wird uns heiß und kalt und so manches Mal können wir das Zittern kaum noch verbergen. Der Körper will handeln, der Geist zwingt ihn in „Fassung“ zu bleiben.

Diese “Stressenergie” wird nicht verbraucht, aber irgendwo muss sie schließlich bleiben, so wird sie in Fett umgewandelt und fein säuberlich für den nächsten vermeintlichen „Außenangriff“ als Hüftgold gespeichert. (2) So sammeln sich Stresssituation, um Stresssituation, Schicht um Schicht die Reserven an, die dann so unschön aber auch mit der Zeit gesundheitsgefährdend an uns herumhängen.

Hinzu kommt, dass ein gestresster Körper den gesamten Stoffwechsel umstellt. Wenn das Stresshormon Cortisol vermehrt in der Blutbahn schwimmt, dann bleibt z.B. auch das gegessene Fett länger in der Blutbahn. Das ist wichtig für einen Körper der sich auf die Notwendigkeit eines schnellen Energieschubs wappnet. Doch längerfristig führen diese Fette zu Schäden an den Herzkranzgefäßen. (5) Mit der Zeit fällt und steigt der Blutzuckerspiegel rasant auf und ab, denn in Zeiten des Ärgers oder Angst will der Körper genug Brennstoff haben, der ihm ein Kampf oder die Flucht ermöglicht. Das Gehirn reagiert sehr sensibel auf diese Blutzuckerschwankungen und wir haben zunehmend Probleme mit Schwächeanfällen die sich mit Heißhungerattacken abwechseln. Die hohen Hormonwerte des Blutzuckersenkers Insulin, die durch die Schwankungen entstehen, sorgen dann auch noch dafür, dass die Fettzellen verschlossen bleiben auch wenn man diätet. (6)
Wie schaffe ich es einen flachen Bauch zu bekommen?

“Diät halten und Sport treiben das klappt auf lange Sicht gesehen so gut wie nie. (…)Trotzdem basieren alle Therapien und Präventionsprogramme nach wie vor fast ausschließlich auf diesen beiden Säulen. Jeder, der abnehmen oder nicht zunehmen will, versucht es mit Essensumstellung und körperlicher Aktivität. Und das wird trotz aller wissenschaftlichen Umbrüche wohl auch noch eine Weile so bleiben. (…)Bei einem so wichtigen Thema richten sich die Empfehlungen also danach, ob sie einfach zu erteilen sind, und nicht danach, ob sie wirksam und umsetzbar sind.“ , erörtern Gerd Knoll und Richard Friebe in der Frankfurter Allgemeine. (9)

Die Wirkung des Übermaßes an Cortisol im Blut ist in der Extreme anhand des Cushing- Syndroms gut erkennbar. Die Erkrankten leiden u. a. an: Diabetes Mellitus, haben eine in der Körpermitte betonte Fettansammlung, Depressionen, Potenz- und Libidoverlust, Bluthochdruck, Osteoporose, Muskelschwäche und/oder Akne. Und auch wenn bei m Cushing- Syndrom die im Blut vorhandenen Cortisolmengen sehr hoch sind, wodurch die Symptome sehr stark ausfallen, sollten wir die Cortisolmengen, die durch dauernden Stress angehoben werden auch nicht unterschätzen. Denn der stressbedingte, chronische Anstieg dieses vielseitig wirkenden Hormons ist in der Tat krankmachend.

Cushing-Syndrom Gewichtszunahme bei Kimberly

{youtube}fP5z1AflEiY&hl{/youtube}

Die verheerenden Auswirkungen des lange Zeit nicht abgebauten Stresses sind in so manchen Fällen nicht über Nacht daherkommen, sondern haben sich im Laufe mehrerer Jahre Schicht um Schicht als Pfunde angelagert. Die Ursache liegt dann in einem Mangel an ausreichenden Erholungsphasen bei übermäßiger Belastung. Um diesen kritischen Fettlagern an den Kragen zu gehen ist keine kurzzeitige Ernährungsumstellung hilfreich. Ganz im Gegenteil, der zusätzliche Diätstress bestätigt dem Körper die Notwendigkeit noch mehr Speicherenergie zu horten, denn jetzt ist ja anscheinend auch noch die Hungersnot ausgebrochen!

„Übergewicht und Fettleibigkeit scheinen also ein eher soziales als ein Problem der öffentlichen Gesundheit zu sein. `Es wird therapiert, weil der Druck da ist`, sagt Johannes Hebebrand. Das Stigma der dicken, von der Hänselei im Kindergarten bis zu Problemen bei der Ausbildungsplatzsuche und im Job, zwingt ganz einfach zu Abspeckversuchen. Ob sie nun aus wissenschaftlicher Sicht Erfolg versprechen, gesundheitsförderlich sind oder nicht, spielt eine eher untergeordnete Rolle. Dabei gibt es durchaus ein Paar Faktoren, die nachweislich bei vielen die Kilos purzeln lassen und bei fast allen die Gesundheit fördern. Ausreichender Schlaf zum Beispiel ist einer davon, weniger Fernsehen ein anderer. “, erörtern Gerd Knoll und Richard Friebe in der Frankfurter Allgemeine. (9)

Früher gab es die Erntezeit, in der wir viel und hart, nicht selten unter Zeitdruck, gearbeitet haben. Die kurzen Nächte und die langen Arbeitstage forderten uns immens. Doch auf diese Zeit folgte der Herbst, in dem wir das Erntedankfest, die erbrachten Leistung und was das Wichtigste ist, uns selbst feierten. Der lange, dunkle Winter, in dem wir mehr geschlafen haben und weniger Anforderungen ausgesetzt waren, als in der warmen Jahreszeit, gab unserem Körper schließlich den notwendigen Raum und die Zeit zur Entspannung und Regeneration.

Der größte Sinnengenuß, der gar keine Beimischung von Ekel bei sich führt, ist, im gesunden Zustande, Ruhe nach der Arbeit.

Immanuel Kant

Heutzutage ist die Zeit das ganze Jahr über viel zu knapp, so scheint es. Jeder rennt seinem „Glück“ hinterher und wenn er es erst einmal hat wird schon das nächste ins Visier genommen. Das Geld ist immer knapp, die Verlockungen der Konsumwerbung groß, die Vorbilder der Unterhaltungsindustrie lassen uns an unseren Körpern, Charakter und Liebesfähigkeiten zweifeln. All das setzt sich tief ins Regelwerk unserer Gedanken fest und lässt uns einer, wie ein Luftballon aufgeblasenen, Illusion hinterher rennen.

Die Hektik, in der wir leben, ist ein Gradmesser für die Leere, die uns treibt.

Unbekannt

Objektive Selbstwahrnehmung in stressbeladenen Situation (am Besten schriftlich!) und die Entscheidung mehr Berührung, wohltuende Bewegung und mehr Situationen nach denen wir uns entspannt fühlen, Raum zu geben, ist eine wirksame und langfristig angenehme Art seine Schwimmringe abzubauen.

Die heutige Lebensart ist voller Stress.
Können auch nur einige von uns den inneren Frieden spüren,
wird er sich auf die anderen, die ihn brauchen, übertragen.

© Dr. Mohinder Singh Jus, (*1947), Homöopath, Gründer der SHI Homöopathie Schule in der Schweiz und Schriftsteller

Quelle:

(1) http://www.wissenschaft.de/wissenschaft/news/306120.html

(2) “Fettfalle Apfeltyp” von Marilyn Glenville, Knaur Verlag 2006

(5) http://www.innovations-report.de/html/berichte/medizin_gesundheit/bericht-7682.html

(6) http://www.selfish-brain.com/press_de/stern_15_05_2008.pdf

(7) Udo Pollemer in “Esst endlich normal”

(8) http://www.rafa.at/46sozi01.htm

(9) Gerd Knoll und Richard Friebe die Co-autoren des Bestsellers „Esst endlich normal von Udo Pollmer in der Frankfurter Allgemeine 23.07.2006 Nr. 29

(10)Rüdiger Braun im Stern- Artikel Ausgabe Nr.21 vom 15.05.08 mit dem Titel: “Stress abbauen, schlank werden. Wie Entspannung und Lebensfreude beim Abnehmen helfen.”


Keine Kommentare, jetzt einen schreiben »

Besser Essen, Leben leicht gemacht Band 2 – Motivation & Bewegung

Eine Diät? – Ich nehme zwei!
Von einer wird man doch nicht satt!

(Karl Werner Dickhöfer, Dorsten)

Eine Teilnehmerin (30) des “Esslust statt Essfrust” -Onlineseminars schrieb:

„Ich habe das Problem auf meiner Arbeit, dass die momentane Situation äußerst angespannt ist, weil die Hierarchien nicht definiert sind. Das habe ich bereits ein Mal erlebt. Momentan befindet sich der ganze Betrieb auf Warteschleife, was unglaublich an unserer aller Nerven zehrt. In Folge dessen leide ich seit zwei Tagen am Frustessen, was kann ich dagegen tun? Langweile kann es nicht sein, da ich viel zu tun habe.”

Langweile kann man haben, obwohl viel zu tun ist. Wenn man alltägliche Dinge tut, ist man zwar beschäftigt, aber der Geist erfährt nichts Neues und langweilt sich. Die Arbeit, die man leider machen muss ist dann nicht erfüllend, doch Dein Leben besteht nicht nur aus dem Beruf, zumindest sollte es nicht so sein.

Wir arbeiten, um zu leben und leben nicht, um zu arbeiten.

YouTube Preview Image

Den ganzen Beitrag lesen »


Keine Kommentare, jetzt einen schreiben »

Seiten: 1 2 3 4 >