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Nacktschneckeninvasion im Garten?

thumb_photocasegerti_g._fruehlingsfuesse_part_kleinZiehst Du Dich nicht auch manchmal in Dein Schneckenhaus zurück?

Weil gerade alle über die Nacktschneckeninvasion klagen!…Wer das erste Mal ohne Schuhe und Strümpfe mit den Zehen auf eine Nacktschnecke tritt und die Verwüstungen sieht, die diese Tiere trotz ihrer Langsamkeit während einer Nacht in Blumen- und Gemüsebeeten anrichten können, wird sie für die 8. Plage der Endzeit halten. Sind sie auch…schreibt eine unserer Teilnehmerinnen Laluna100

Schnecken gibt es in etwa 43.000 Arten. In unserem Garten existieren zur Zeit auch etwa 43.000 verteilt auf 3 Arten: 100 Weinbergschnecken, 500 Schnirkelschnecken, 200 Wasserschnecken und 42.200 Nacktschnecken einige davon als Tiger verkleidet (Tigerschnegel). Da die Wasserschnecken nicht unter der Angewohnheit leiden ihre Teiche zu verlassen um über Salatköpfe und Co. herzufallen haben sie das Pech hier keine weitere Erwähnung zu finden (vorerst).

Weinbergschnecken werden von mir -in nostalgischer Erinnerung an die Zeiten wo ich sie am liebsten mit Kräuterbutter aß- liebevoll gepflegt und, wenn sie im Weg sind, samt Haus auf sicheres Terrain versetzt. Selbiges mache ich auch mit Schnirkelschnecken. Bei mir richtgen diese beiden Arten relativ wenig Schaden an da sie nie in solchen Massen auftreten wie die Nacktschnecken und so lasse ich sie in Ruhe. Dass auch diese beiden schönen Schneckenarten noch in unserem Garten zu finden sind zeigt, dass ich auf den Einsatz chemische Mittel zur Scheckenvernichtung völlig verzichte. Schneckenkorn wirkt nämlich gegen alle Schnecken und das wäre meines Erachtens schade um die schönen „wandelnden Häuser“.
thumb_photocase_fisheye_lichtquelle1_klein_gluehbirneBierfallen sind das was als erstes genannt wird wenn es um die „ökologische“ Vernichtung der Schleimer geht.

Man nehme einen Becher, fülle ihn halbvoll mit Bier und grabe ihn dann bis fast zum Rand im Garten ein.

Die Luxusversion dieses Prinzips (kann man in Fachmärkten kaufen) hat noch ein Dach obendrauf damit bei Regen das Bier nicht verwässert und wäre sicher auch im Biergarten ein nützliches Trinkgefäß.

Das Problem ist die Schnecken dazu zu bringen sich in selbstmörderischer Absicht in einen mit Bier gefüllten Swimmingpool zu stürzen wohlwissend, dass sie nicht schwimmen können.

Meine Schnecken haben das jedenfalls nicht getan (bis auf wenige Trunkenbolde). Schade um das Bier.

Ein Teilnehmer “FortuneHunter” hat einen Tipp!
Hier im Rheinland scheinen die Nacktschnecken richtige Saufköppe zu sein, oder mit Kölsch klappt es besser. Unsere Nacktschnecken haben sich da eher wie die Lemminge verhalten als meine Eltern Bierfallen aufgestellt haben. “Kommandant wir folgen Dir”. Und weg waren sie. Man mochte teilweise die Bierfallen nicht mehr anfassen, da sie Jungs schon oben rausgequollen sind. Und es waren noch einige auf den Weg dahin.

Daraufhin Laluna100 …Kölsch!!! könnte gut möglich sein, dass es an meiner Biersorte lag. Ich wohne ja nun mal in Bayern (da gibts meist nur “Helles” *bbbrrrschüttel* und da mit das als Norddeutsche nun mal nicht schmeckt hab ich “Pils” in die Fallen gefüllt) – vielleicht stehen lokalpatriotische bayerische Schnecken aber nun mal nur auf “Helles” – ein Versuch ist es wert und Kölsch werde ich hier wohl nicht kriegen – Hunter: “Kanns Du mir bitte eine Flasch von die Bier schieken die sooo schööön hat gekribbelt….äh die so anziehend auf Schnecken wirkt?”

Einsammeln, wegbringen und den Rest den Igeln überlassen. Der Verzicht auf Schneckenkorn (zusammen mit dem riesigen Laubhaufen vor der Tür über den die Nachbarn regelmäßig die Nase rümpfen) wird wohl auch der Grund sein warum hier überhaupt noch Igel sind.  Wegbringen als Spaziergang (Richtung Donau runter) - hab mal gehört das die in abschüssigen Gelände nicht gerne “bergauf” kriechen.

Die letzten 3 oder 4 Jahre hatte ich auch kaum Schnecken aber dieses Mal ist es so schlimm, dass wahrscheinlich selbst der Igel die weiße Fahne schwenkt. Indische Laufenten hatte ich auch mal – aber die waren leider nicht “marderfest” und haben auch ne Menge Unfug angestellt. Die Geschichte gibts dann ein anders Mal.  Was ich auch nicht in den Griff bekomme hier sind die Wühlmäuse. Inzwischen pflanze ich Rosen nur noch in Drahtkörbe und ich habe gehört die mögen keine Narzissen – ist da was dran?

Gartenarbeit ist so fast das Einzige was meine Nerven wieder auf Normalspannung bringen kann. Leider hat es hier die letzte Tage nur geregnet und so habe ich doch mal den Gedanken weitergesponnen meinen Garten zu Papier zu bringen. Ich habe es immer sehr bedauert, dass ich wenig von dem Wissen meiner Großeltern über ihren Garten mitbekommen habe.

Ein wenig weiß ich noch – aber für vieles war ich damals noch zu jung um es mir hätte merken zu können. Vielleicht geht es meiner Tochter auch mal so. Jetzt werde ich doch mal Einiges aufschreiben was ich so an Erfahrungen mache und versuchen es in eine unterhaltsam Form zu bringen. Es macht doch Spaß mit Worten zu spielen und vielleicht hat sie später dann ebenso viel Spaß daran es zu lesen. Mit ein paar Bildern aus unserem Garten gespickt ist es dann ja wie ein Tagebuch ihrer Kindheit in unserem Garten. Ausserdem möchte sie mal “Landwirtschaft” lernen und einen Bauernhof haben wie so viele Mädchen. Natürlich mit Pferden.

Eine Teilnehmerin Katzenfloh hat einen Vorschlag:
Hi Laluna, wenn Du mal “alte” Gartentipps brauchst, frag mich gerne. Mein 83-jähriger Vater ist der totale Gartenversteher, Zeit seines Lebens! Ihn kann ich immer fragen. Meine sämtlichen Vorfahren pflanzten schon Gärten – Dorf und so. Weiterhin viel Spaß

WIG – Wildlife im Garten von Laluna100
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