Selbstversuch: Freiheit schmeckt nicht süß

Sieben Tage des Selbstversuches sind vergangen. Ich bin in der 21. Schwangerschaftswoche. Mein Sohn hat gestern laut verkündet: „Mama, Du bist wirklich ganz schön dick geworden!“. Ja, es ist nicht mehr zu übersehen und doch kommt es nicht vom Essen, sondern von den anderen angenehmen Nebenbeschäftigungen, die in einem Eheleben so anfallen.

Die Woche war furchtbar. Ich habe mich schon sehr viele Jahre lang nicht mehr so intensiv damit beschäftigt, was ich mir zwischen die Lippen schiebe. Akribisch habe ich das Gegessene notiert und meine Gefühle dazu aufgeschrieben. Von Tag zu Tag habe ich festgestellt, dass es mir einerseits immer leichter fällt mich zucker-frei zu ernähren und auf anderseits sind doch Gefühle und Widerstände zu Tage getreten, welche schon lange kein Gehör mehr gefunden haben. Weiterlesen

Selbstversuch: Eine Woche keine Zucker- und Mehlprodukte

Ich bin in der 20-ten Schwangerschaftswoche und mein Bauch beginnt deutlich im Weg zu sein. Da mein Baby inzwischen schon 300 g wiegt und eigene, wichtige, stoffliche Bedürfnisse entwickelt, habe ich begonnen mir ernste Gedanken über die Qualität der Nahrung zu machen, die ich so Tag für Tag in mich hineinstopfe. Ja, ich stopfe, da mich der Heißhunger und die Gelüste in den letzten Wochen fest im Griff haben.

Einerseits ist mir bewusst, dass ich den elend langen Weg in Kauf nehme, um zum Bioladen zu latschen, damit ich der unbändigen Lust auf Steak nachkommen kann die schwangerschaftsbedingt ist. Nur zur Information: Lust auf Steak habe ich die letzten 34 Jahre meines Lebens niemals in dieser Ausprägung verspürt! Aber andererseits ist mir auch klar, dass die zittrigen Hände und die aggressiv-schwächelnde Unbeherrschtheit von einem zu rasant fallenden Blutzuckerspiegel herrührt, welches eindeutig ein Zeichen dafür ist, dass ich zu viel des Unguten esse. Weiterlesen

Esssucht wirkt wie Drogensucht

Dies hat jetzt eine Forschergruppe der Yale University, University of Texas und der Arizona State University unter der Leitung von Ashley Gearhardt im Fachmagazin “Archives of General Psychology” (doi:10.1001/archgenpsychiatry.2011.32) veröffentlicht. Sie untersuchten das Verhalten von Esssüchtigen und stellten dabei fest, dass das Gehirn die gleichen Reaktionen zeigt, wie das von Drogenabhängigen. Überraschender Weise sind Esssüchtige aber nicht unbedingt dicker, als nicht Esssüchtige. Weiterlesen

Das aus für die Juniortüte?

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New York – Abgeordnete wollen es ihren Kollegen in San Francisco gleichtun und die Spielzeugzugaben in Fastfood-Restaurants verbieten. Sie versprechen sich dadurch eine verminderung der verfettung der amerikanischen Jugend.

Durch die Spielzeuge werden Kinder dazu verleitet, eher in die Fast Food Restaurants zu gehen und ungesundes Essen zu verzehren. Durch das Verbot erhoffen sich die Initiatoren, dass die Industrie sich gesündere Alternativen ausdenkt.

Ein ähnliches Gesetz wurde in San Francisco bereits verabschiedet und trit im Dezember 2011 in Kraft.

Milliarden Bauchbewohner

sigrid rossmann / pixelio.de

© sigrid rossmann / pixelio.de

Manche Menschen packen kleine Flaschen mit Desinfektionsmittel in ihre Handtaschen, vielleicht durch Werbung beeinflusst, welche mit Bildern spielt, in denen fiese kleine Monstergestalten – die Bakterien repräsentieren – unsere Gesundheit bedrohen sollen. Dabei sind sich die Wenigsten von uns dessen bewusst, dass rund 1,5 – 2,0 Kilogramm Bakterien (10 bis 100 Billionen) das Innere unseres Körpers besiedeln – den Dickdarm. Noch deutlicher wird die Vorstellung, wenn wir uns veranschaulichen, dass auf eine Körperzelle im Durchschnitt zehn Bakterienzellen (1:10) anfallen. Das bedeutet, dass wir in unseren eigenen Körper in der Unterzahl sind – Ja, zu der Minderheit gehören. Weiterlesen