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Berlin: Mord in Spandau (Stadtforst) – Polizei sucht Zeugen

Autor: Andreas Voetz | Datum: 28.06.2009 | Kategorie: Nachrichten
2 Kommentare, jetzt lesen »

photocase_marilou_halber_blick_kleinIch bin im Spandauer Forst regelmäßig allein oder mit meinem 5-jährigem Sohn unterwegs, doch hat mich die Nachricht über den Mord an einer jungen Joggerin im Spandauer Forst nicht wirklich schockiert.

Bereits im 6-ten Monat meiner Schwangerschaft mit meinem Sohn, wurde ich persönlich auf dem genannten Joggerweg von einem Exibitionisten regelrecht verfolgt. Damals habe ich es, beim 4-ten Versuch seinerseits mich mit seinem Tun zu provozieren, nicht mehr ausgehalten und habe ihn gefragt, ob er sich nicht schämt. Er meinte “Nein!” und ist auf mich losgegangen. Da ich bis dahin davon überzeugt war, dass diese Art von Menschen “harmlos” sind, war ich auch dementsprechend entsetzt und überrascht. Ich drehte mich um und rannte los … er hinterher.

Soviel zu “harmlosen” Männern die sich “nur” nackt zeigen wollen!

Glücklicherweise ist mir ein Fahrradfahrer entgegen gekommen und der Täter floh. Nur kurze Zeit später wurde ich im Spandauer “Hundewald” von einem Mann verfolgt. Auch hier floh ich.

Letztes Jahr wurde meine Schwester von einem jungen Mann südländischer Herkunft bis vor unsere Haustür, masturbierenderweise, verfolgt. Sie war vollkommen schockiert, wie dreist der Täter war und wie sicher er sich anscheinend fühlte.

Mord an Joggerin in Berlin-Spandau

Als ich bei dem ersten Vorfall eine Anzeige gegen Unbekannt erstattete, wurde mir nur eindeutig nahe gelegt, dass ich selber schuld sei. JEDER wisse doch, dass es im Spandauer Forst solche Typen gibt, und dass eine Frau nie alleine unterwegs sein darf. Ich bin damals gerade von Kiel nach Berlin gezogen und NIEMAND hat mich diesbezüglich davor gewarnt, in den Wald zu gehen, da es dort gefährlich für mich ist.

Als ich dann das zweite Mal verfolgt wurde, habe ich auf der Strasse zufälliger- und glücklicherweise einen Polizeiwagen getroffen. Die Polizisten versuchten gerade einen Betrunkenen aus dem Wald zu entfernen. Meine Meldung beeindruckte jedoch keinen der beiden. Ich sollte zur Wache gehen und eine Anzeige erstatten, hieß es. Ich war verängstigt und lief wie benommen nach Hause, immer mit der Angst im Nacken, der Typ verfolgt mich noch.

Nach der ersten entmutigenden und beschämenden Erfahrung auf der Polizeiwache erstattete ich keine zweite Anzeige, denn es ist doch eh allgemein bekannt, dass es solche Typen im Spandauer Forst gibt. Unternommen wird nichts, also wozu die Prozedur?

Jetzt ist eine junge Frau ermordet worden! Muss es immer so sein, dass ein Mensch sein Leben lassen muss, bevor wirklich etwas gegen Gewalt an Unschuldigen unternommen wird?

Mehr zum Tatbestand

Selbstverteidigung für Frauen

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von: Andreas Voetz

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2 Kommentare zu “Berlin: Mord in Spandau (Stadtforst) – Polizei sucht Zeugen”

  • Thomas Strauß sagt:

    Hallo,

    ich kenne den Spandauer Forst nur von einem Betriebsausflug als BAMler (Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung – Angestellter) im Jahr 1988 oder 89 her.

    Mein “Wald” war der Grunewald, den ich als Jogger, Radfahrer und Spaziergänger viele Jahre durchstreifte. Dort hat mich niemand in Angst versetzt – von einem Eber mal abgesehen…

    Ich bin allerdings auch keine Frau.
    Vielleicht sollte sich eine Frau mit
    Tränengas o.ä. bewaffnen und einen Selbstverteidigungskurs mitmachen, um sich einigermaßen
    sicher zu fühlen.

    Gruß Thomas

  • angelika sagt:

    Also, ich gehe seit über zehn Jahren im Spandauer Forst joggen und mich hat noch keiner belästigt oder verfolgt. Klar, ab und an hab ich auch mal einen Exibitionisten getroffen. Ich bin vorbei, ohne hin zu schauen und nix ist passiert.
    Natürlich bin ich auch geschockt von der schrecklichen Tat..habe versucht kurz danach wieder zu joggen, aber es ging nicht. Eine halbe Stunde bin ich gelaufen, aber mit so einem unguten Gefühl, dass ich froh war, als ich wieder auf der Strasse laufen konnte.
    Es ist nicht mehr mein Wald, den ich immer so geliebt habe…
    Jetzt geh ich eine andre Strecke joggen…da, wo es belebt ist und Häuser sind. Aber das macht mir keinen Spaß…
    Ich hoffe immer noch, dass der Mörder gefasst wird… aber nach gut einem Monat, glaube ich nicht mehr daran…

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