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Bereits über 20 Kilo losgeworden!

Autor: Andreas Voetz | Datum: 17.02.2008 | Kategorie:
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dickamstrandFortune Hunter hat eine 20-jährige Diätkarriere hinter sich, die Ihn auf stattliche 167 kg (bei 1,84m) Übergewicht hochschaukelte.

Er hat aus eigenem Antrieb beschlossen die Lebensweise der Schlanken zu erlernen und bis heute ohne Verzicht und Kasteiung über 20 kg Fett statt Muskelmasse abgenommen. Er hat eine 100% Verbesserung der Lebensqualität, viel Erkenntnis und Erfolg dafür bekommen. Er begleitet uns mit seinen Erkenntnissen weiter und wird es ohne Frage auf ein gesundes Körpergewicht bringen und ein Leben, welches keine Gewichtsprobleme, Essensangst oder schlechtes Gewissen mehr kennt. weiterführen

Hier seine bisherige Erfahrung:

Was hat sich bereits in Deinem Leben verändert?

Vieles. Ich denke mit dem hören auf sich selbst steigt auch das Selbstwertgefühl in einem. Man beschäftigt sich mit seinem Körper und überlegt dabei auch was man sich bisher angetan hat, oder von anderen gefallen lassen hat.


Ich gehe jetzt bei meinen Problemlösungen anders vor. Was ich früher geschluckt habe (und das in wahrsten Sinne des Wortes), dass lasse ich mir nicht mehr so einfach gefallen. Sollte es sich nicht ändern lassen, so beziehe ich es nicht mehr unbedingt auf mich, sondern lasse es als ein Teil meines Lebens in den Hintergrund treten.
Beispiel gefällig?
Nun dann ein aktuelles. Ich habe eine Kollegin, die privat absolut unzufrieden ist. Ihr Hauptproblem ist ihr Freund, der sie ausnutzt und mehr oder weniger ignoriert. Eine Zeitlang habe ich versucht ihr ein paar Ratschläge aus meiner Sicht zu geben, aber das nur am Rande. Leider kann meine Kollegin ihre Probleme nicht zuhauselassen, sondern schleppt sie mit in die Firma. Und ich muss als “Ersatz” für ihren Freund herhalten. Alle negativen Gefühle die sie hat reflektiert sie auf mich, so dass ich das abbekomme was eigentlich für ihren Freund bestimmt ist. Leider sitzen wir im gleichen Raum mit einer anderen Kollegin.
In den letzten Tagen herrschte mal wieder Eiseskälte in unserem Büro weil ich entweder angeschnauzt oder ignoriert wurde.
Früher hätte ich mir meinen Kopf zermartert, was ich den jetzt schon wieder falsch gemacht habe und hätte versucht das Eis zu brechen. Das wäre ne Zeitlang gut gegangen, bis zum nächsten mal. Wahrscheinlich hätte ich den Frust auch in mich reingefuttert.
Der neuen Jens hat sich gesagt: Diesmal unternimmst Du nichts, sondern handelst so als ob nichts wäre. Gesagt getan. Keinen Frust verschluckt und einfach alles laufen lassen. Heute Nachmittag war sie dann plötzlich aus heiterem Himmel wieder freundlich zu mir.

An anderer Stelle schaffe ich mir Ausgleiche zu meinem anstrengenden Job. Von meinen Plänen eine Bibliothek zu bauen hab ich Dir ja bereits berichtet. Nun nächste Woche tue ich den ersten Schritt. Ich werde mein ehemaliges Wohnzimmer renovieren und mein Büro dahin verlegen. Ich habe mir extra dafür Urlaub genommen. 2 Wochen. Eigentlich war es geplant in der Zeit auch noch die beiden anderen Räume zu renovieren (Zukünftige Bibliothek und Schlafzimmer). Da aber jetzt erst im Frühjahr die Balkons gemacht werden sollen ergebe ich mich erstmal in diese unverrückbare Tatsache und nutze die 2. Urlaubswoche um eine schöne Zeit mit meinem Schatz zu verbringen.

Wie gehst Du mit Deinen Körpersignalen um?

Ich widme mich Ihnen wenn sie auftreten und esse nichts mehr außer der Tour. Es ist ein tolles Gefühl nach all den Jahren wieder etwas wie Hunger zu verspüren. Auch das essen bis zum Sättigungsgefühl habe ich inzwischen schon ziemlich gut im Griff.
Was den Durst angeht, den konnte ich schon immer ganz gut vom Hunger unterscheiden. Ich trinke sehr viel und bin zum größten Teil von der Cola weg. Nur ab und zu gönne ich mir noch Cola. Aber sie ist schon längst nicht mehr mein Hauptgetränk wie früher. Sie ist zum Genussmittel geworden. Da ich keinen Alkohol trinke, trinke ich meist zu solchen Anlässen Cola wo andere ein
Glas Wein bevorzugen. Auch mal gerne wenn ich ins Kino gehe. Wer schon mal Wasser aus einem Pappbecher geschlürft hat weiß warum ;)

Wie reagierst Du auf Deine Bedürfnisse und Gefühle?

Früher habe ich meine Bedürfnisse hinten an gestellt. Bei mir kamen immer erst die anderen und dann ich. Diese Einstellung hat sich geändert. Es gibt ein tolles Lied von der Gruppe Pur, dass sehr gut ausdrückt, wie ich jetzt darüber denke.  Der Titel nennt sich “Endlich Ich”.
Hier mal ein Auszug, der es vielleicht deutlich macht:

Dann bin ich eben
egoistisch
Lass mein Pflichtgefühl im
Stich
Alle
können mich recht
herzlich
von Weitem und von
Hinten
seh«n
Ich denk« jetzt erst mal nur
an
mich

Endlich ich – Zeit für
mich
Alles wie
es mir gefällt
Ich umarm die ganze Welt

Ich bin
ein manchmal
hoffnungsloser Fall
Fühl mich
verantwortlich
für jeden Furz und Knall

Und auch
noch süchtig nach
Harmonie
Daß Streiten sein muß,
begreif«
ich nie

Dann mach ich mir Sorgen
die keiner braucht, anstatt zu
genießen
reg« ich
mich auf

Doch ich hab« auch mein Gutes

Ich
bin ich – und meistens mag
ich mich

Ich kann
auch ganz gut
helfen
nur, so gelingt das nicht
Wenn ich selbst und meine
Nerven
am Stressen und
Rotieren bin

Deshalb kurier« ich erst mal
mich

Endlich ich

Hab grad festgestellt, dass fast der ganze Liedtext auf mich zutrifft, darum hab ich alle Zeilen die mein Denken zur Zeit umschreiben hier hinkopiert.
Ich werde egoistischer je mehr ich mich selber zu schätzen lerne. In meinen Augen eine nützliche Eigenschaft, da ich es durch absolute Selbstaufgabe in einer Beziehung schon mal fast zu weit getrieben habe. Ne keine Angst ich stand noch nie an der Schwelle zum Selbstmord, aber ich habe nach Beendigung dieser Beziehung mal darüber reflektiert, wie ich mich verhalten hab.
Ob Du es glaubst oder nicht Isabell. Ich habe mich nicht mehr wiedererkannt. Der Mensch der ich in dieser Beziehung war, hatte nichts mehr mit Jens zu tun. Er war ein total Fremder für mich.

Nun zur Zeit ändert sich wieder einiges in meinem Leben. Grade der Weg den ich jetzt gehe zeigt mir vollkommen neue Seiten an mir. Ich komme mit jedem Schritt den ich mache meinem inneren Selbst viel näher. So nach und nach lege ich meine hinderliche Rüstung ab und lerne in der Welt zu bestehen ohne dass mich ein schützender Panzer umgibt. Aus dem Ritter wird ein Abenteurer. Die Rüstung hat sich überlebt, den es gilt auf neuen Pfaden zu bestehen. Pfade auf denen eine Rüstung hinderlich ist, ja sogar den Untergang bedeuten kann. Ich nehme diese Herausforderung an und begebe mich auf diese Pfade.
Verändert, aber in meinem innersten jetzt den je zuvor ich selbst. Und dieses innere reflektiert Schritt für Schritt nach außen. Das äußere Bild wird sich nach und nach meinem inneren Wesen entsprechen. Und da ist nichts mehr von dem ehemaligen Ritter übrig. Gut ein Stück weit bleibe ich ritterlich, aber jetzt komm erstmals auch ein gutes Stück ich selbst.

Gruß FortuneHunter


von: Andreas Voetz

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